Kayleigh McEnany, Pressesprecherin des Weißen Hauses, hat wiederholt auf einen angeblichen „Wahlbetrug“ verwiesen – für den es keine Belege gibt – und behauptet, Präsident Trump werde die Wahl gewinnen – die Joe Biden unlängst für sich entscheiden konnte. Der Frage, ob Trump bei der Amtseinführung Anfang Januar dabei sein werde, wich McEnany im Gespräch mit dem US-Sender Fox Business zunächst aus: „Das ist zu diesem Zeitpunkt viele Schritte voraus, wir reden über Januar, und Präsident Trump glaubt, dass er Präsident sein und eine zweite Amtszeit haben wird“, so McEnany. Auf Nachfrage sagte sie: „Ich glaube der Präsident wird an seiner eigenen Amtseinführung teilnehmen.“

Trump sieht sich als Opfer eines systematischen Wahlbetrugs – Belege dafür gibt es nicht – und erkennt seine Niederlage nicht an. Nachdem in Arizona die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox News bereits früh Joe Biden zum Sieger erklärt hatten, zogen am Donnerstagabend (Ortszeit) auch die Sender NBC News und CNN nach. Auch insgesamt steht der Kandidat der Demokratischen Partei als Wahlsieger fest, mit nunmehr 290 Stimmen für die Wahlversammlung am 14. Dezember. Für die Mehrheit reichen 270 dieser Wahlleute.

Bislang haben die Wahlbehörden in keinem einzigen US-Bundesstaat größere Unregelmäßigkeiten gemeldet. Am Donnerstag wiesen hochrangige Vertreter der US-Wahlbehörden Betrugsvorwürfe in einer gemeinsamen Erklärung entschieden zurück: Die Wahl am 3. November sei „die sicherste der amerikanischen Geschichte“ gewesen.