In Mecklenburg-Vorpommern sorgt Innenminister Lorenz Caffier mit einer Aussage über einen Waffenerwerb für Irritationen. Der CDU-Politiker und Jäger wurde bei einer Pressekonferenz gefragt, ob er eine Waffe bei einer Person mit möglicher Nähe zur Gruppe „Nordkreuz“ gekauft habe. Caffier wich der Frage aus.

Der Waffenkauf falle in seinen Privatbereich, sagte der Politiker. Dazu könne man ihn gern privat befragen. Der „Ostsee-Zeitung“ sagte Caffier zudem, er habe weder eine dienstliche Waffe erhalten, noch habe er eine dienstliche Schießausbildung erhalten. Der Rest gehe die Öffentlichkeit nichts an. „Privatsache bleibt Privatsache“, zitiert das Blatt den Innenminister.

Bei der besagten Person soll es sich Medienberichten zufolge um den Waffenexperten Frank T. handeln. T. ist Betreiber einer Schießanlage, auf der Spezialeinheiten der Landespolizei trainiert hatten, darunter auch frühere Beamte, die der Gruppe „Nordkreuz“ zugeordnet werden.

Die „Prepper“-Gruppe ist seit Anfang 2016 aktiv. Sie soll sich unter anderem mit dem Anlegen von Waffendepots auf schwere Krisen des Staates vorbereitet haben. Zudem wurden bei Mitgliedern der Gruppe Chats mit rechtsradikalem Inhalt entdeckt. „Prepper“ meint Personen, die sich in Eigenregie gegen bestimmte Katastrophen wappnen wollen.

Seit August 2017 ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen das Netzwerk wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Im Zentrum der Ermittlungen stehen ein Rostocker Anwalt und ein suspendierter Polizist aus einem Dorf bei Schwerin, die der „Prepper“-Szene angehören sollen. Die Bundesanwaltschaft lässt bislang offen, ob sie gegen diese beiden Männer ebenfalls Anklage erhebt.

Bei einer Antiterrorrazzia gegen „Nordkreuz“-Mitglieder in Mecklenburg-Vorpommern waren 2017 auch umfangreiche Namenslisten sichergestellt worden. Auf diesen Listen wurden Menschen geführt, die angeblich aus dem linken Lager stammen. Vielfach wurden die Betroffenen von den Behörden darüber…