SPIEGEL: Seit Tagen fragen sich Journalisten und Öffentlichkeit, ob der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern beim Geschäftsführer der Firma „Baltic Shooters“, der mit dem Rechtsextremisten-Netzwerk „Nordkreuz“ in Verbindung gebracht wird, eine Waffe gekauft hat. Haben Sie?

Caffier: Ja, habe ich. Eine Kurzwaffe. Anfang 2018, auf Basis der gesetzlichen Grundlagen und zu einem Zeitpunkt, als der Mann noch nicht unter Verdacht stand und im In- und Ausland als zuverlässiger Ausbildungspartner der Polizei galt. Seit 2009 haben auf seinem Trainingsgelände bei Güstrow Spezialeinheiten unter anderem aus Thüringen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen trainiert. Auch die Österreichische Bundespolizei und Polizisten aus der Schweiz haben dort geübt. Keiner hat bei Frank T. mögliche Kontakte zu Rechtsextremisten vermutet.

SPIEGEL: Schon im August 2017 gab es Durchsuchungen des Bundeskriminalamts bei Marko G., der als Mitglied eines Sondereinsatzkommandos des Landeskriminalamts Mecklenburg-Vorpommern auf dem Schießplatz der „Baltic Shooters“ als Ausbilder tätig war.