Die Bundesregierung weitet ihre Förderung von Buchhandlungen und Verlagen in der Coronakrise deutlich aus. Bisher wurden nur Buchhandlungen unterstützt, die unter einem Vorjahresumsatz von maximal zwei Millionen Euro lagen. Die Grenze werde nun auf zehn Millionen Euro erhöht, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit.

„Buchhandlungen sind Orte der Begegnung, die uns alle zum kulturellen Austausch und zur intellektuellen Auseinandersetzung einladen. Das macht sie zu wichtigen geistigen Tankstellen, gerade in dieser Zeit der Krise“, erklärte Grütters. Deshalb unterstütze der Staat jetzt auch größere Buchhandlungen dabei, auf die Folgen der Corona-Pandemie zu reagieren und sich zukunftsgerecht aufzustellen.

Mit dem Geld vom Staat könnten neben der Digitalisierung der Vertriebswege, zum Beispiel durch die Anschaffung von Hard- und Software, auch Schulungen zur Optimierung des digitalen Auftritts finanziert werden.

Auch Verlage erhalten zusätzliche Förderung

Auch Verlage werden zusätzliche Fördergelder erhalten. Die Bundesregierung bezuschusse laut Grütters von nun an interne Produktionskosten. Leistungen wie Lektorat oder Korrektorat könnten rückwirkend bei bereits gestellten Anträgen berücksichtigt werden. Damit sei gewährleistet, dass die Verlage die maximalen Fördersummen optimal ausschöpfen könnten.

Die Fristen für einen Antrag seien bereits vom 31. Oktober 2020 auf den 31. Januar 2021 verlängert worden, betonte Grütters.

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