Analyst der Deutschen Bank
Homeoffice: Analyst will Heimarbeit besteuern

Ein Analyst der Deutschen Bank schlägt vor, Heimarbeit im Homeoffice zu besteuern. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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Wer zu Hause arbeitet, hat nicht nur Kosten, sondern spart auch Geld. So sieht es ein Analyst der Deutschen Bank, der deshalb eine Homeoffice-Steuer vorschlägt – auch im Sinne fairer Umverteilung.

Die Politik streitet gerade über Wege zur Förderung von Arbeit aus dem Homeoffice – ein Experte der Deutschen Bank stellt nun aber eine ganz andere Forderung auf: Eine Steuer auf Heimarbeit, um mit dem Geld Schwächere zu unterstützen.

Mit seinem Vorschlag hat der Analyst Kritik und Empörung in sozialen Netzwerken ausgelöst. Auch mancher Ökonom hält wenig von der Idee einer Homeoffice-Steuer.

«Das geht aus meiner Sicht dem intuitiven Gerechtigkeitsempfinden von vielen gegen den Strich, weil viele Arbeitnehmer im Homeoffice eher das Gefühl haben, finanziell bestraft zu werden», sagt Jan Schnellenbach, Wirtschaftsprofessor an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus. Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, nannte die Vorschläge auf Twitter «schräg».