«Zweitbeste Lösung»
Spahn: Notfalls auf infizierte Ärzte zurückgreifen

Gesundheitsminister Jens Spahn will im äußersten Notfall auf infizierte Mediziner zurückgreifen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

© dpa-infocom GmbH

Corona versetzt die Pflege in Deutschland in einen Ausnahmezustand. In der Krise können Regeln außer Kraft gesetzt werden. An die Branche richtet der Gesundheitsminister ein klare Aufforderung.

In der grassierenden Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten.

Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. «Wenn (…) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste», sagte Spahn. Dann könne es nötig sein, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die «Rückfallrückfallposition» sei aber, «die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen».

Spahn versprach…