Ränkespiel in britischer Regierung
Drama in der Downing Street: Warum die EU einigermaßen ungläubig nach London blickt

In Brüssel hat am Donnerstag der EU-Gipfel begonnen. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen unter anderem über die Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich sprechen und ihre Position festlegen. Dazu Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Ankunft am Donnerstag in Brüssel: „Wir wollen ein Abkommen, aber natürlich nicht um jeden Preis. Sondern es muss ein faires Abkommen sein, von dem beide Seiten profitieren können. Aber es lohnt sich alle Mühe und wir werden die Verhandlungen von Herrn Barnier und Ursula von der Leyen, der Kommission, natürlich unterstützen.“ EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die zu Beginn noch anwesend war, gab mittlerweile auf Twitter bekannt, dass es in ihrem Büro einen Corona-Fall gab. Sie sei zwar negativ getestet worden, habe jedoch den Gipfel verlassen, um sich in häusliche Isolation zu begeben. Die Staats- und Regierungschefs, für die Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten, setzten die Beratungen fort.

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Während Großbritannien unter der Pandemie ächzt, tobt in der Londoner Regierungszentrale ein bitterer Machtkampf. Das könnte auch Folgen für die Verhandlungen mit der EU über einen Brexit-Handelspakt haben.

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