Hunderte Menschen haben auf den Philippinen wegen schwerer Überschwemmungen infolge des Taifuns „Vamco“ Zuflucht auf den Dächern ihrer Häuser suchen müssen. Der tropische Sturm richtete heftige Verwüstungen an, als er mit Windböen von mehr als 250 Stundenkilometern über den Osten der Hauptinsel Luzon zog, auf der auch die Hauptstadt Manila liegt. Mindestens ein Mensch sei gestorben, drei weitere würden vermisst, teilte der Zivilschutz mit. 

Entwurzelte Bäume versperren die Straßen

Zahlreiche Straßen der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole Manila stehen unter Wasser. In seinem Vorort seien die Hälfte aller Häuser entweder völlig oder teilweise unter den Fluten versunken, sagte der Bürgermeister von Marikina, Marcelino Teodoro. „Die Strömung ist sehr stark, darum können wir keine Schwimmgeräte oder handbetriebene Boote benutzen.“ Die Rettungskräfte seien überfordert und bräuchten dringend Hilfe.

Hab und Gut im Wasser, die Häuser fast komplett überflutet

„Vamco“ war bereits der fünfte Tropensturm auf den Philippinen innerhalb eines Monats. Der Taifun habe sich mittlerweile leicht abgeschwächt, hieß es. Rund 50.000 Menschen waren nach Angaben des Zivilschutzes angewiesen worden, vorsorglich ihre Häuser zu verlassen. Bei den beiden vorherigen Taifunen „Molave“ und „Goni“ waren dutzende Menschen ums Leben gekommen. 

ml/se (dpa, afp)