Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht im Interview über das Gipfeltreffen der 15 Bundesliga-Klubs, die Reformen im DFB und warum er das Positionspapier der vier nicht eingeladenen Vereine zur Umverteilung der TV-Gelder als Affront versteht.

Wie blicken Sie auf das Treffen der 15 Profiklubs in Frankfurt zurück?

Das Treffen hat mir sehr, sehr gut gefallen. Es ist sehr harmonisch, sehr loyal und sehr fruchtbar verlaufen. Es herrschte eine gute Atmosphäre von der ersten Sekunde bis zum Schluss. Man hat gespürt, dass sich alle Teilnehmer der Verantwortung und Tragweite bewusst gewesen sind. Wir haben ehrlich und detailliert diskutiert, das empfand ich durchweg positiv. 

Welche inhaltlichen Ergebnisse und Rahmenpunkte gab es nach dem rund dreistündigen Treffen?

Zum einen haben wir über den DFB gesprochen. Wir fordern den Verband auf, seine Strukturreform und den von Präsident Fritz Keller eingeleiteten Professionalisierungsprozess zügig durchzuführen. Das Ziel muss sein, den DFB wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen – und  den Fokus wieder mehr auf den gespielten Fußball, besonders auf die Nationalmannschaft legen zu können. Die Liga hat ein großes Interesse daran, dass die Nationalmannschaft erfolgreich ist und ein gutes Bild abgibt. Die Nationalmannschaft muss im Zentrum stehen. Wir sind bereit, wo auch immer gewünscht, dazu auch unseren Beitrag zu leisten.