von Christoph Fröhlich
12.11.2020, 14:58 Uhr

Der HomePod Mini lockt mit einem Kampfpreis von 96 Euro. Dafür bekommt man einen Lautsprecher, der deutlich mehr draufhat, als nur Musik wiederzugeben. Was er kann und wer die Finger davon lassen sollte, verrät der Test.

Wo spielt die Musik? Diese Frage treibt Technikkonzerne seit einigen Jahren um. Denn während vor einem Jahrzehnt im Wohnzimmer vielleicht eine Stereoanlage neben dem Fernseher stand und in der Küche ein altes Radio dudelte, will man heute, im Zeitalter von Streamingdiensten und 60 Millionen Songs auf Abruf, überall Musik hören. Firmen wie Sonos machten aus diesem Bedürfnis mit eleganten Wlan-Lautsprechern ein gutes Geschäft. Richtig bequem wurde es jedoch erst durch Amazons Sprachlautsprecher Echo, der 2015 auf den Markt kam und auf Zuruf reagierte.

Der Echo war komfortabel, aber klang nicht gerade umwerfend. An dieser Schwachstelle wollte Apple mit dem HomePod ansetzen. Der Siri-Lautsprecher kam 2018 auf den Markt und punktete mit exzellentem Klang. Doch einige Beschränkungen – der HomePod funktioniert etwa nicht mit Android-Geräten – und vor allem der hohe Preis von mehr als 300 Euro verhinderten einen Erfolg auf breiter Front. Den Analysen von Statista zufolge ist Apple im Segment der smarten Lautsprecher mit einem Marktanteil unter fünf Prozent ein Underdog. Den Markt haben Google und Amazon sowie einige chinesische Anbieter unter sich aufgeteilt.