EU-Behörde warnt 
Hohe Unsicherheit zu Corona-Risiken durch Nerz-Varianten

Nerze in ihren Käfigen in einem Bauernhof in Gjoel in Nordjütland. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

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Wie gefährlich sind die auf einer Nerz-Farm in Dänemark entdeckten Varianten des Corona-Virus wirklich? Mehr als 200 Menschen haben sich mit dem mutierten Virus infiziert. Weitere Varianten sind nicht auszuschließen, warnt die EU-Gesundheitsbehörde.

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt angesichts der aufsehenerregenden Lage der Nerze in Dänemark vor der Verbreitung von Coronavirus-Varianten bei den Pelztieren.

Wenn das Virus in eine Nerzfarm eingeschleppt werde, könne es sich schnell ausbreiten und zu vielen Infektionen unter den Tieren führen, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Donnerstagabend mit. Aufgrund der hohen Infektionszahl und möglicherweise auch durch biologische Unterschiede zwischen Nerzen und Menschen könne das Virus Sars-CoV-2 so schneller Mutationen anhäufen.

Die dänische Regierung hatte Mitte vergangener Woche angekündigt, alle Nerze im Land schnellstmöglich töten zu wollen, weil das Coronavirus bei den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Es handelt sich um mehrere Millionen Tiere, deren Felle unter anderem für Pelzmäntel…