Die britische Wirtschaft ist im Sommer nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr massiv gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal um 15,5 Prozent, wie das Statistikamt ONS in London mitteilte. Damit konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas von Juli bis September einen großen Teil des Corona-Einbruchs wieder wettmachen.

Im zweiten Quartal war der Gesamtwert aller Güter, Waren und Dienstleistungen um fast 20 Prozent zurückgegangen. Laut der Statistikbehörde war die Wirtschaft aber auch im dritten Quartal 2020 um 9,7 Prozent schwächer als im Vorjahr.

Angesichts des erneuten Lockdowns infolge steigender Coronavirus-Neuinfektionen trübten sich die Konjunkturperspektiven zuletzt euch wieder ein. Die Notenbank geht davon aus, dass das BIP im laufenden vierten Quartal um zwei Prozent sinken wird. Für das gesamte Jahr 2020 rechnet sie jmit einem noch nie dagewesenen Konjunktureinbruch von elf Prozent.

Die Bank of England hat deshalb das Volumen des laufenden Wertpapierkaufprogramms um 150 Milliarden auf 895 Milliarden Pfund erhöht, um die Konjunktur anzukurbeln. 

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