Die neue Fußball-Saison in Europa ist trotz der andauernden COVID-19-Pandemie gut angelaufen, dennoch ist man weit vom „business as usual“ entfernt. Nicht nur, dass der komprimierte Zeitplan anfängt, seinen Tribut zu fordern, er bereitet den Trainern der Nationalmannschaften auch zusätzliche Kopfschmerzen.  

Ein Beispiel dafür ist die deutsche Nationalelf: Bundestrainer Joachim Löw stand bei der ersten Trainingseinheit nach dem Testspiel gegen Tschechien und vor den Partien der Nations League gegen die Ukraine und in Spanien mit nur sieben Spielern und einem Torhüter auf dem Platz. Zwölf weiteren Nationalspielern, die bereits im DFB-Quartier in Leipzig angekommen waren, gönnte Löw dagegen einen Tag der Ruhe und Erholung.  

Sieben Profis, die vergangene Woche noch in der Champions League gespielt haben, durften sogar einen Tag später anreisen als der Rest der Mannschaft. Gar nicht dabei waren – wegen positiver COVID-19-Tests – Kai Havertz vom FC Chelsea und Bayern-Verteidiger Niklas Süle. 

45 Minuten Ruhe für Ilkay Gündogan 

Unter den „Ausgeruhten“ war auch Manchester Citys Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan, der die vorherige Länderspielpause wegen einer COVID-19-Infektion verpasst hatte. Gündogan stand am Sonntag in der Premier League beim 1:1-Unentschieden gegen den FC Liverpool 90 Minuten lang auf dem Platz. Dennoch stand er auch im DFB-Team gegen die Tschechen in der Startelf, allerdings wechselte Löw den England-Legionär nach der ersten Halbzeit aus und sorgte so für ein wenig Entlastung.

Ilkay Gündogan (l.) stand im Testspiel gegen Tschechien nur 45 Minuten lang auf dem Platz

„Ilkay hat am Sonntagabend ein sehr intensives Spiel absolviert. Er wird für uns am Samstag und Dienstag in der Nations League ein Schlüsselspieler sein“, hatte Löw schon vor der Partie gesagt.  

Jürgen Klopp haut auf den Tisch

Gündogans Vereinstrainer Pep Guardiola wird die Fürsorge seines deutschen Kollegen zu schätzen wissen, schließlich…