Die Deutsche Bahn lässt ihre Kunden auch im Herbst seltener warten als im vergangenen Jahr. Wie im September fuhren im Oktober 78,8 Prozent der Fernzüge pünktlich ein, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Damit stieg der Pünktlichkeitswert bei ICE und Intercitys um 5,8 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2019. Wegen der Corona-Pandemie fuhren mit dem Fernverkehr allerdings auch nur halb so viele Menschen wie vor der Krise.

Die Bahn wertet einen Halt als pünktlich, wenn der Zug weniger als sechs Minuten nach Plan eintrifft. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen ihr Pünktlichkeitsziel knapp verfehlt.

2020 dürfte es erreicht werden: Außer im August lag die Bahn stets und teilweise deutlich über dem angepeilten Durchschnittswert von 78 Prozent – auch schon vor der Coronakrise im Januar und Februar. Nach großen Problemen mit Verspätungen in den vergangenen beiden Jahren ist eine Rückkehr zum Niveau der Jahre 2016 und 2017 in Sicht.

Das Bundesunternehmen wird allerdings einen Milliardenverlust einfahren, weil Fahrgäste fehlen. Ob angesichts der November-Beschränkungen für das öffentliche Leben noch weniger Menschen zusteigen, wollte die Bahn nicht mitteilen. Die Deutsche Bahn hatte Anfang November angekündigt, bis auf wenige Züge den gewohnten Fahrplan zu fahren. Das helfe den Fahrgästen, unterwegs Abstand voneinander zu halten.

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