2010 war plötzlich Schluss: Mit 17 Jahren war Marina Hegering beim FCR Duisburg Fußballprofi geworden, doch drei Jahre später sorgte eine eigentlich unkomplizierte Verletzung mit schweren Folgen für ein abruptes Ende ihres steilen Aufstiegs. An Fußballspielen war erstmal nicht mehr zu denken. „Wenn einem das plötzlich einfach weggenommen wird, von einem Tag auf den anderen, dann es ist schwer“, erinnert sich Hegering im Gespräch mit der DW.

Die Abwehrspielerin hatte gerade mit Deutschland den Titel bei der U20-WM im eigenen Land gewonnen, als die Ferse Probleme machte. Eine Fehlbildung am Knochen sorgte für eine schmerzhafte Entzündung. Eine Operation sollte Abhilfe schaffen, doch die Probleme fingen erst nach dem Eingriff an, bei dem eine knöcherne Beule am Fersenbein entfernt wurde. „Nach der OP ist eine Wundheilungsstörung eingetreten, weil anscheinend noch Materialen von der OP in Gewebe waren“, erzählt Hegering über den Beginn ihrer Leidenszeit.

Durch die Komplikationen nach der Operation fiel Hegering damals auf unbestimmte Zeit aus, es folgte eine Reihe von zusätzlichen Operationen an der Ferse, bevor sie überhaupt wieder daran denken konnte, Fußball zu spielen. „Fast drei Jahre habe ich keine normalen Schuhe getragen, weil es hinten an der Ferse so weh getan hat“, sagt Hegering. Es war ihre Mentalität als Athletin, die sie davon abhielt, einfach aufzugeben. „Das sollte nicht die Ursache dafür sein, dass ich meine Karriere beende. Irgendwie konnte ich das nicht akzeptieren. Und ich glaube, das hat mich ein bisschen am Leben gehalten und hat mir die Hoffnung gegeben, dass es doch nochmal klappen könnte“, sagt die 30-Jährige rückblickend. 

Neuanfang in Essen 

Fünf Operationen innerhalb von fünf Jahren – erst danach konnte Hegering zum ersten Mal wieder richtig trainieren und sich einem Comeback nähern. Ein Jahr lang trainierte sie nur und baute neue Fitness auf, ehe sie endlich wieder in einem Spiel auf dem Platz stehen konnte: 2017 -…