1. Mail-Superspreader

Das Schlimmste an Bürojobs sind nicht die Bürojob-Sprüche, die in den Kaffeeküchen hängen („T.e.a.m. = Toll, ein anderer macht’s“); und es ist auch nicht die alljährliche gesetzlich erforderliche Unterweisung zum Arbeitsschutz, die nach SPIEGEL-Informationen oft in einen Online-Test mündet, der die Belegschaft quält mit Fragen zum zulässigen Neigungswinkel eines Bildschirms bei Gegenlicht und abnehmendem Mond. Nein, das Schlimmste an Büro-Jobs sind die E-Mails, als Allerschlimmste sind E-Mail-Verteiler und das Allerallerschlimmste sind E-Mail-Verteiler-Mailwechsel, weil dauernd jemand auf „Allen Antworten“ klickt. Zwar scheinen in der Homeoffice-Ära zahlreiche Unternehmen auf Chat- und Video-Programme wie Slack und Teams umzuschwenken (hier mehr dazu). Dummerweise gelang es auch ihnen nicht, die E-Mailerei auszurotten.

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Machen Sie bitte ein „Allen antworten“-Gesicht

Foto: VioletaStoimenova / E+ / Getty Images

Viele Schulen scheinen noch ganz uns gar auf E-Mails angewiesen zu sein (was im Vergleich zu vielen faxenden Gesundheitsämtern ein Fortschritt ist). In Hamburg hat nun irgendjemand den internen Mailverteiler der Schulbehörde an Corona-Leugner weitergeleitet. Die wiederum nutzten die Adressen für Propaganda-Spam: Alle staatlichen Schulen fanden in ihren Posteingängen Mails aus dem „Querdenker“-Umfeld, wie ein Behördensprecher sagte, von Gruppen mit Namen wie „Eltern stehen auf“. Die Aktivisten versuchen, Schulleitungen zu agitieren; sie warnen, Masken seien gefährlich für Kinder, solche Sachen.

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E-Mail, gibt’s das bei TikTok?

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Gregor Fischer / dpa

Nur eine kleine Corona-Anekdote in dieser verrückten Zeit? So richtig lachen kann ich nicht darüber. Der Winter wird düster, das hat auch Angela Merkel heute wieder angekündigt: „Wir müssen davon ausgehen, dass die zweite Welle härter ist, und sie fällt vor allem in eine schlechte Jahreszeit.“ Zusätzliches…