Der Investment-Fonds „Princeville Climate Technology“, der unter anderem von Schauspieler und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio unterstützt und finanziert wird, hat erstmals in ein deutsches Unternehmen investiert. Konkret steckte der auf grüne Technologien spezialisierte Fonds einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in das Berliner Start-up Enpal, das sich auf das Vermieten von Solaranlagen spezialisiert.

In den vergangenen Tagen hat das Unternehmen bereits eine Finanzierungsrunde mit mehreren prominenten Geldgebern aus der deutschen Start-up-Szene abgeschlossen. So investierten die Zalando-Vorstände Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz laut Firmenangaben „mehrere Millionen“ Euro in das Unternehmen. Lukasz Gadowski, einer der Erfinder des Berliner Lieferriesen und Dax-Neulings Delivery Hero, gehört ebenso zu den Investoren wie Alexander Samwer, Co-Gründer der Startup-Schmiede Rocket Internet.

Solaranlagen im Abonnement

2017 gegründet, ist Enpal mit rund 5000 Kunden nach eigenen Angaben inzwischen der größte Anbieter von Solarlösungen für Hausbesitzer in Deutschland. ​Das Start-up bietet Anlagen im monatlichen Abonnement an, um die Investitionskosten für potenzielle Käufer gering zu halten. Nach 20 Jahren Laufzeit können die Paneele für einen symbolischen Euro übernommen werden. Aktuell beschäftigt Enpal bundesweit rund 400 Mitarbeiter.

Das Geschäftsmodell hat sein Vorbild in den USA, wo sich das Vermieten von Solaranlagen als Standard-Lösung durchgesetzt hat. Rund 90 Prozent der Solaranlagen auf US-Privatdächern stammen von Leasing-Anbietern, das Segment wächst auch in Deutschland. Während der Pandemie, sagt Gründer Kohle, habe sich die Nachfrage nach seinen Anlagen „verdoppelt“, im kommenden Jahr plant er mit rund 10.000 Kunden.

Vorfinanzierung als Risiko

Der Gründer will das frische Kapital aus dem Silicon Valley nutzen, um neue Geschäftsfelder voranzutreiben und schneller zu wachsen. Das ist nicht ohne Risiko. Enpal garantiert…