Die US-Regierung hat den geplanten Verkauf hochmoderner Kampfjets vom Typ F-35 an die Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt. Außenminister Mike Pompeo informierte den Kongress offiziell über seine Absicht, das Rüstungsgeschäft mit einem Umfang von insgesamt mehr als 23 Milliarden Dollar (rund 19 Milliarden Euro) zu genehmigen.

Teil des Pakets sind bis zu 50 F-35-Kampfjets mit einem Wert von zusammen 10,4 Milliarden Dollar. Hinzu kommen Munition im Wert von zehn Milliarden Dollar und bis zu 18 Drohnen im Wert von knapp drei Milliarden Dollar. Vertreter von Senat und Repräsentantenhaus müssen größeren Waffenverkäufen in den USA zustimmen.

Pompeo erklärte, die Vereinigten Arabischen Emirate seien schon seit langer Zeit ein wichtiger „Sicherheitspartner“ der USA. Die „historische“ Vereinbarung des Golfstaats über eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel biete jetzt eine einmalige Gelegenheit, „die strategische Landschaft der Region positiv zu verändern“. Der Außenminister hatte Israel im August eine Wahrung des militärischen Vorsprungs in Nahost zugesichert.

Pompeo verwies zudem darauf, dass die USA und die Emirate mit Iran einen gemeinsamen Gegner haben. Die VAE und Israel hatten im August unter US-Vermittlung ein Abkommen zur Normalisierung ihrer Beziehungen beschlossen. Es bereitete den diplomatischen Boden für das nun offiziell bestätigte US-Rüstungsgeschäft mit den Emiraten.

Israel hatte sich bisher strikt gegen sämtliche US-Kampfjet-Lieferungen an arabische Staaten ausgesprochen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu deutete aber kürzlich an, seine Regierung habe gegen das neue Rüstungsgeschäft nichts einzuwenden.

Icon: Der Spiegel