Deutschland, Frankreich und Österreich wollen entschiedener gegen den islamistischen Terror vorgehen. Es gehe vor allem „um den Schutz der Außengrenze“ der Europäischen Union, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag nach einer Videokonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und anderen EU-Vertretern. Bürger im Schengenraum müssten sich dagegen „nicht auf mehr Kontrollen einstellen“.

„Die Gefahr durch den Terrorismus ist eine europäische Realität, auf die wir eine schnelle und koordinierte Antwort finden müssen“, sagte Macron. Der Präsident forderte ebenfalls, den Schutz der Schengen-Außengrenzen zu verstärken.

Frankreich war zuletzt von mehreren islamistisch motivierten Anschlägen getroffen worden: In Nizza attackierte ein Mann in einer Kirche zwei Frauen getötet, zuvor wurde nahe Paris ein Lehrer auf offener Straße von einem jungen Islamisten ermordet.

Merkel sagte, sie begrüße das Gespräch mit den europäischen Partnern. Es gehe nicht darum, den Islam gegen das Christentum zu stellen. Man verurteile jede Art von Extremismus, sagte Merkel. Es müsse aber bekannt sein, wer die Schengen-Zone betrete und verlasse.

Um großflächig angelegte Grenzkontrollen innerhalb der EU gehe es jedoch nicht. Vielmehr solle an den Außengrenzen der Schengen-Zone noch schärfer kontrolliert werden. Welche Maßnahmen die Staatschefs planten, wurde zunächst nicht bekannt.

„Wir müssen mit aller Härte gegen islamistische Gefährder sowie die dahinterstehende Ideologie vorgehen sowie die EU-Außengrenzen ordentlich sichern“, teilte Österreichs Kanzler Kurz auf Twitter mit.

Kurz: Islamistische Gefährder als „tickende Zeitbomben“

Der Kanzler forderte ein striktes Vorgehen gegen aus dem Ausland zurückgekehrte radikale Islamisten. „Wir haben Tausende „Foreign Terrorist Fighters“, die entweder den Kampfeinsatz in Syrien, im Irak, für den IS überlebt haben und zurückgekehrt sind oder die gar nicht…