Mitch McConnell ist der Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat, er hilft maßgeblich dabei, Trump die Mehrheiten zu sichern, die der für seine Vorhaben im Parlament braucht. Nun hat der einflussreiche Senator seinen Sitz in der Kongress-Kammer offenbar verteidigt, das melden mehrere US-Medien übereinstimmend. McConnell hat demnach in seinem konservativen Heimatstaat Kentucky gewonnen. Die Kongresswahlen laufen parallel zur Präsidentschaftswahl.

Die Demokraten hatten in Kentucky die ehemalige Pilotin Amy McGrath, 45, ins Rennen gegen den 78-jährigen McConnell geschickt und viel Geld in ihren Wahlkampf gesteckt. Die demokratische Partei kämpft bei diesen Wahlen darum, die Mehrheit im US-Senat zurückzuerobern.

Der Senat bestätigt unter anderem die Kandidaten für Regierungsposten oder das Oberste Gericht, was ihn besonders wichtig für einen Präsidenten macht. Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren, bisher hielten die Republikaner dort eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze.

Am Dienstag konnten die Wähler über 35 Sitze im Senat entscheiden, davon wurden bisher 23 von Republikanern gehalten und 12 von Demokraten. Zum Stand um kurz nach 2.30 Uhr MEZ ging die Nachrichtenagentur AP davon aus, dass sieben Senatoren der Demokraten und fünf Senatoren der Republikaner ihre Sitze verteidigen konnten.

Wie viele Stimmen man im Senat für die Mehrheit braucht, hängt davon ab, wer im Weißen Haus sitzt. Denn bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen kann der Vizepräsident eingreifen.

Im Repräsentantenhaus, das komplett zur Abstimmung steht, halten die Demokraten aktuell eine Mehrheit von 232 der 435 Sitze. Für die Mehrheit sind 218 Stimmen nötig. Zunächst konnten am Dienstag in den zunächst prognostizierten Ergebnissen alle Abgeordneten ihre Sitze behalten. Zum Stand um kurz nach 2.30 MEZ waren es AP zufolge 27 bei den Demokraten und 30 bei den Republikanern.

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