Präsident Donald Trump lässt nichts unversucht – und absolviert auch am Tag der Stimmabgabe noch letzte Wahlkampfauftritte. In Virginia besuchte er Wahlkampfhelfer der Republikanischen Partei – und zeigte sich zwar müde vom Wahlkampfendspurt der letzten Tage, aber weiter siegessicher. „Nach so vielen Wahlkampfauftritten wird die Stimme etwas rau“, so Trump.

In umkämpften Staaten wie Texas oder Florida deute alles auf einen „großartigen Sieg“ hin, behauptete Trump. Der Wahlkampf habe gezeigt, dass die Mehrheit der Bürger hinter ihm stehe.

„Ich glaube, wir werden eine großartige Nacht haben“, sagte Trump. Die letzten Umfragen sehen den republikanischen Präsidenten allerdings hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden – sowohl landesweit als auch in mehreren entscheidenden Swing States.

„Viele schlechte Dinge passieren, wenn man wartet“

Auf die Frage, ob er für den Fall eines Sieges oder einer Niederlage bereits Reden vorbereitet habe, sagte Trump, dass er darüber noch nicht nachdenke. Er hoffe aber, dass das Ergebnis schnell feststehe. Trump weiter: „Gewinnen ist leicht. Verlieren ist niemals leicht. Nicht für mich.“

Er wolle das Land durch „wirtschaftlichen Erfolg“ einen. Schon im kommenden Jahr würden die USA unter seiner Regierung wieder an die hohen Wachstumszahlen der vergangenen Jahre anknüpfen, versprach Trump.

Zugleich erneuerte er seine Kritik am Verfahren der Briefwahl, die in diesem Jahr besonders viele Amerikaner in Anspruch nehmen. „Die ganze Welt wartet, und viele schlechte Dinge passieren mit Stimmzetteln, wenn man auf sie wartet“, so Trump. Es sei wichtig, dass man ein festes Enddatum habe, „und das ist der 3. November“.

Manche Äußerungen des Präsidenten blieben allerdings auch gewohnt kryptisch: „Wenn man die Kundgebungen sieht, Kundgebungen, wie es sie in der Geschichte noch nie zuvor gegeben hat, da passiert eine Menge Liebe“.

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