Jeder US-Präsident der vergangenen 20 Jahre trat mit einem außenpolitischen Vorhaben an: George W. Bushs Amtszeit stand nach den Angriffen vom 11. September 2001 ganz im Zeichen der Konfrontation mit islamischen Ländern. Unter seiner Führung wollten die USA die Welt hin zu Demokratie und Marktwirtschaft führen – und erlebten im Irak und Afghanistan ein Desaster.

Nachfolger Barack Obama mühte sich, diesen Konflikt zu entschärfen; er setzte sich zwischen Israelis und Palästinensern für die Zweistaatenlösung ein, fand versöhnliche Worte in seiner Rede an die islamische Welt am 4. Juni 2009 in Kairo. Unter Obama verlagerte sich das Augenmerk amerikanischer Außenpolitik in den pazifischen Raum.

Und Donald Trump?

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Trump war mit dem Slogan „America First“ angetreten. Mit Blick auf die Außen- und Sicherheitspolitik bedeutete das für ihn vor allem: etliche internationale Verträge oder Mitgliedschaften in internationalen Organisationen zu hinterfragen, von denen er behauptete, sie seien „unfair“ und für die USA nur von Nachteil. 

Seine Außenpolitik der vergangenen vier Jahre wirkt erratisch. Tatsächlich polemisiert er gegen die Nato und andere internationale Organisationen, vor allem gegen die Uno. Er kündigte das Pariser Klimaabkommen, ebenso wie das Atomabkommen mit Iran. Er redete dem Brexit das Wort; sein „Friedensplan“ für Israel ist ein Schlag ins Gesicht der Palästinenser. Er gab den „Dealmaker“, ohne irgendeinen Deal zustande zu bringen. Trump schüttelte Diktator Kim Jong Un die Hand – ohne aber die Frage des nordkoreanischen…