Der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rät den europäischen Staats- und Regierungschefs dazu, keine allzu deutlichen Präferenzen für den Ausgang der US-Wahl zu äußern. Sich klar für einen Sieg von Amtsinhaber Donald Trump oder seines Herausforderers Joe Biden auszusprechen, sei aus seiner Sicht nicht zielführend, sagte Juncker dem ARD-Europastudio Brüssel. Sollte zum Beispiel Trump noch einmal Präsident werden, dann werde man auch mit ihm leben müssen. Juncker warnte auch davor, schon Glückwünsche zu schicken, bevor das Wahlergebnis endgültig feststeht. Sollte es dann doch der andere werden, werde dieser das nicht vergessen. „Vorsicht ist die Mutter der transatlantischen Porzellankiste“, sagte der 65-Jährige, der viele Jahre auch luxemburgischer Ministerpräsident war.