Einer der Tatorte des Anschlags in der Wiener Innenstadt. Am Tag danach sind in der österreichischen Hauptstadt schwer bewaffnete Polizisten zu sehen. Eine hundertprozentige Entwarnung gibt es noch nicht.  

Claus Hecking, DER SPIEGEL 
„Ich bin gerade auf der Kärntner Straße. Ich würde sagen die beliebteste Einkaufsstraße von Wien. Es ist nicht so, dass hier alle Wiener irgendwie verschreckt in ihren Häusern sitzen würden. Aber es ist deutlich ruhiger, als es sonst wäre. Österreich hat seit den Achtzigerjahren wahrscheinlich nicht mehr solche Terroranschläge erlebt, wie sie sich gestern ereignet haben. Also, es ist hier schon eine gewisse Anspannung. Andererseits muss man sagen Ich fahren hier wieder öffentliche Verkehrsmittel, in Straßenbahnen beispielsweise unterwegs. Das war gestern Abend undenkbar.“ 

Am Montagabend hatte mindestens ein schwer bewaffneter Mann in der Innenstadt auf Menschen geschossen. Vier Passanten starben, 15 Menschen wurden verletzt.  

Claus Hecking, DER SPIEGEL 
„Man hatte plötzlich Polizeisirenen, einen Polizeiwagen nach dem anderen, der durch die Stadt raste. Irgendwann später sah man dann auch Helikopter kreisen, und innerhalb weniger Minuten waren die Straßen wie leergefegt. Es war eine gespenstische Ruhe, wie hier in der Innenstadt von Wien herrschte.“ 

Die Polizei erschoss einen Täter, laut Behörden ist er Anhänger der islamistischen Terrormiliz IS. Der Mann war mit einem Sturmgewehr bewaffnet und trug eine Sprengstoffgürtel-Attrappe. Ob es weitere Täter gibt, versuchen die Ermittler derzeit herauszufinden.  

 Claus Hecking, DER SPIEGEL  
„An sechs verschiedenen Orten der Wiener Innenstadt wurde geschossen. Aber diese Orte lagen alle sehr dicht beieinander. Es könnte durchaus so gewesen sein, dass es möglicherweise doch nur einen Täter war und dass die Polizei versucht, das jetzt zu rekonstruieren. Von den Ergebnissen wird sehr viel abhängen, wie sich die Menschen fühlen. Also, es herrscht schon eine…