Die Terrorattacke von Wien geht nach den Worten von Österreichs Innenminister Karl Nehammer auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gewesen, sagte Nehammer am frühen Morgen. Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe außerdem als Attrappe einen Sprengstoffgürtel getragen. Er habe offenbar Panik verbreiten wollen. Die Wohnung des Verdächtigen sei auf der Suche nach belastendem Material durchsucht worden, hieß es. 1000 Beamte seien in Wien im Einsatz. „Wir können derzeit nicht ausschließen, dass es noch andere Täter gibt“, sagte Nehammer. Die entsprechenden Ermittlungen liefen auf Hochtouren.

Osterreichs Innenminister Karl Nehammer an diesem Dienstagmorgen

Noch am Abend hatte  Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz im Sender ORF von einem „widerwärtigen Terroranschlag“ und Innenminister Nehammer vom schwersten Tag in Österreich seit vielen Jahren gesprochen.  

Vier Passanten und ein Attentäter tot

Der Minister appellierte auch am Morgen an die Bevölkerung das Stadtzentrum von Wien zu meiden und auch an diesem zu Hause zu bleiben. Die Schulpflicht in der Hauptstadt werde für diesen Tag ausgesetzt. „Die schwere Situation kann man nur gemeinsam stemmen, indem wir uns diszipliniert verhalten und der Polizei die Möglichkeit geben, die Täter zu verfolgen“, sagte Nehammer. Eines müsse klar sein: „Wer einen von uns angreift, der greift uns alle an.“ 

Den Spezialeinheiten der Polizei sei es gelungen, einen schwer bewaffneten Terroristen, ausgestattet mit einem Sturmgewehr, auszuschalten. Nach Angaben der Polizei starben zudem vier Passanten, zwei Männer und zwei Frauen durch Schüsse der Angreifer. 

Erste Schüsse nahe Synagoge

Insgesamt sieben Personen befinden sich laut einer Meldung der Nachrichtenagentur APA in einem lebensbedrohlichem Zustand. Das meldet die Agentur unter Berufung auf eine Sprecherin des Gesundheitsverbunds. Über die Identität…