Der Teil-Lockdown im November soll die zweite Corona-Welle brechen und Schlimmeres verhüten. Das zielt nicht zuletzt auf den sensiblen Bereich des Gesundheitswesens, aus dem erste Alarmmeldungen kommen.

Angesichts der rasant zunehmenden Corona-Infektionen sollen Krankenhäuser und Testlabore vor bedrohlichen Engpässen bewahrt werden.

«Um die Pandemie im Griff zu behalten, mussten wir die Notbremse ziehen», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin mit Blick auf die bundesweiten Beschränkungen im gesamten November. Labore warnten vor einer Überlastung ihrer stark hochgefahrenen Kapazitäten und forderten zielgenaueres Testen. Mit Blick auf die Intensivstationen pochten Spahn und Mediziner auch auf Klarheit, wie viele dringend benötigte Pflegekräfte verfügbar sind.

Spahn sagte, bei der «Mammutaufgabe», die Ausbreitung einzudämmen, sei der Höhepunkt noch nicht erreicht. Wenn die Gesundheitsämter Infektionen nicht mehr nachverfolgen könnten, gewinne das Virus jeden Tag weiter an Schrecken. «Das wollen wir nicht zulassen.» Der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, sagte: «Wir sind noch mitten im Marathon.» Die Zahl neuer Corona-Fälle habe sich zuletzt binnen zehn Tagen verdoppelt. «Wenn das genau so weiterginge, hätten wir bis Weihnachten über 400 000 gemeldete Neuinfektionen pro Tag.» Am Dienstag gab das RKI 15 352 gemeldete neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages bekannt.

Die «Jahrhundertpandemie»…