Donald Trump hält wenig vom Kampf gegen den Klimawandel, das ist bekannt. Am Mittwoch tritt deswegen in Kraft, was er lange angekündigt und vor einem Jahr auch formell in die Wege geleitet hat: Die Vereinigten Staaten treten aus dem Klimaabkommen von Paris aus. Herausforderer Joe Biden will das im Fall eines Wahlsieges zwar rückgängig machen. So oder so aber sind die USA erst mal raus.

„Wichtiger als der Tag des Austritts ist der Tag davor, die Präsidentschaftswahl“, sagt Niklas Höhne vom NewClimate Institute. „Bei einem Sieg der Republikaner und weiteren vier Jahren Trump im Weißen Haus wird es schwer, die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen.“ Und dieses Ziel heißt: Die weltweite Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzen. Biden dagegen hat im Wahlkampf angekündigt, die US-Wirtschaft bis 2050 klimaneutral zu machen. „Damit wäre die Spirale, die Emissionen auf null zu drücken, nicht mehr umkehrbar“, gibt sich Höhne überzeugt.

Die Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um den Austritt:

Wie läuft der Austritt aus dem Abkommen genau ab?

Am 4. November im vergangenen Jahr hat die US-Regierung bei der zuständigen Abteilung der Vereinten Nationen ihren Austritt erklärt. Der Austritt selbst passiert nun – ein Jahr später – ganz automatisch, wie das Uno-Klimasekretariat erklärt. Um Mitternacht New Yorker Zeit, also um 6 Uhr morgens in Deutschland, verlassen die USA das Klimaabkommen von Paris. Bis dahin hat es noch 197 Mitglieder, 189 davon haben es ratifiziert.

Ist das ein schwerer Schlag für die Klimadiplomatie?

Dass der Staat mit dem zweitgrößten Treibhausgas-Ausstoß weltweit sich aus dem Abkommen verabschiedet, hat natürlich starke symbolische Wirkung. Es sei „für Milliarden Menschen ein verheerendes Signal“, sagt Martin Kaiser, Geschäftsführer bei Greenpeace. Die Sorge vor einem Dominoeffekt hat sich dagegen nicht bewahrheitet. Oder, wie Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagt: „Anders als man vor drei Jahren vielleicht…