Eine grundlegende Änderung der Landnutzung in Deutschland hat der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) angemahnt. „Nur wenn sich unser Umgang mit Land grundlegend ändert, können die Klimaschutzziele erreicht, der dramatische Verlust der biologischen Vielfalt abgewendet und das globale Ernährungssystem nachhaltig gestaltet werden“, heißt es im aktuellen Gutachten des Beratergremiums der Bundesregierung. Das bedeute: mehr Öko-Landbau, weniger Fleisch, große Schutzgebiete, um den Klima- und Artenschutz zu fördern.

Der Staat solle eine Ernährungsweise empfehlen, die die „Gesundheit“ des Planeten erhalte, teilte der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen mit. Zum Thema Landnutzung haben die Fachleute ein Gutachten für Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) verfasst.

Nahrungsmittelpreise sollen Kosten der Ökozerstörung widerspiegeln

Darin empfehlen sie auch, die „Planetary Health Diet“. Wie das Bundeszentrum für Ernährung erklärt, würde das bedeuten, weltweit den Konsum von Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen ungefähr zu verdoppeln und den Verzehr von Fleisch und Zucker zu halbieren. Die Kosten durch die Zerstörung der Ökosysteme müssten „möglichst vollständig in die Preise für Nahrungsmittel einfließen“. Eine Orientierung an der „Planetary Health Diet“ solle als Grundsatz in Ernährungsleitlinien verankert und auch seitens der Bundesregierung empfohlen werden.

Zum notwendigen Umsteuern in der Landnutzung gehöre, Wälder, Feuchtgebiete und Graslandschaften wieder herzustellen, um Lebensräume zu schaffen und der Atmosphäre zugleich Treibhausgase zu entziehen, erläutert das Beratergremium. 30 Prozent der weltweiten Landfläche sollten Schutzgebiete werden, und für diese sollten internationale Qualitätskriterien gelten.

Zudem pocht das Expertengremium darauf, Landwirtschaft zu fördern, die „auf Vielfalt“ beruhe – in der EU bedeute das etwa…