Der englische Fußball-Profi Ryan Sessegnon ist in sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt worden. Sein Club TSG 1899 Hoffenheim verurteilte auf Twitter die verbalen Angriffe. „Die TSG steht für Toleranz, Integration und Respekt. Wir lehnen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung ab und sagen #NoToRacism!“, hieß es in einem Tweet des Bundesligisten.

Der 20 Jahre alte Sessegnon, der seit Anfang Oktober 2020 als Leihspieler von Tottenham Hotspur in Hoffenheim unter Vertrag steht, hatte im Montagsspiel der Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin (1:3) in der Startformation gestanden. In einer Instagram-Story schrieb der Brite anschließend über die Beleidigungen. Die seien widerlich, so Sessegnon: „Das Verrückteste ist, dass ich nicht einmal mehr überrascht bin.“ Auch Union Berlin verurteilte die Beleidigungen gegen den britischen Profi via Twitter: „Was die TSG Hoffenheim sagt! Klare Kante gegen Rassismus!“

Geldstrafe gegen Schalke 

 

Am Montag hatte das DFB-Sportgericht den Bundesligisten FC Schalke 04 zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt, nachdem Zuschauer in Gelsenkirchen Borussia Dortmunds 15 Jahre altes Stürmertalent Youssoufa Moukoko bei einem Spiel der A-Junioren-Bundesliga massiv beschimpft und rassistisch beleidigt hatten. Das Sportgericht ordnete an, dass Schalke die Anzahl der Ordner für Junioren-Spiele gegen Dortmund bis zur Saison 2022/2023 auf mindestens 20 erhöhen muss. Zudem soll ein Ordnungsdienst-Konzept erarbeitet werden, „das effektives und angemessenes Einschreiten bei Beleidigungen aus dem Zuschauerbereich beinhaltet“. Der FC Schalke, der sich unmittelbar nach dem Vorfall bei Moukoko entschuldigt hatte, akzeptierte das Urteil.

sn/dv (dpa, sid)