Vertreter von Tourismus und Gastronomie verlangen eine schnelle Auszahlung staatlicher Hilfen für Betriebe, die von Schließungen im November betroffen sind. Die Unternehmen benötigten die angekündigten außerordentlichen Corona-Wirtschaftshilfen „nicht morgen oder übermorgen, sondern sofort“, heißt es in einem Appell des Deutschen Tourismusverbands, des Deutschen Reiseverbands und des Internationalen Bustouristik-Verbands.

Andernfalls seien „viele Betriebe in ihrer Existenz gefährdet, weil für sie die Insolvenzanmeldepflicht wegen Zahlungsunfähigkeit seit dem 1.10.2020 wieder verpflichtend ist“, schreiben die Tourismusverbände weiter. Ähnlich äußerte sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). „Die am 28. Oktober angekündigten Entschädigungen der finanziellen Ausfälle müssen jetzt schnell und unbürokratisch kommen“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Die Betriebe verließen sich auf „das gesprochene Wort der Politik“, wonach 70 bis 75 Prozent der Umsatzausfälle im Vergleich zum Vorjahresmonat ausgeglichen werden sollen. Bereits im November müsse es dafür Abschlagszahlungen geben, denn Unternehmer wie Mitarbeiter bräuchten dringend Planungssicherheit. „Unsere Betriebe sind keine Garagen, die man einfach zusperrt“, warnte Zöllick.

Bund und Länder hatten sich am 28. Oktober auf weitgehende Beschränkungen für das Gastgewerbe sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen verständigt. Restaurants dürfen im November nur noch Speisen außer Haus verkaufen, Hotels lediglich Geschäftsreisende beherbergen. Die betroffenen Firmen, Selbstständigen, Vereine und Einrichtungen sollen entschädigt werden.

Zöllick verwies auch auf eine Reihe ungeklärter Fragen. Dabei gehe es etwa darum, ob und in welcher Form geringe Umsätze aus Übernachtungen von Geschäftsreisenden oder aus dem Abhol- und Lieferservice auf die Ausgleichszahlungen angerechnet werden. Unklar sei auch der Umgang mit Kantinen, die kaum noch Gäste haben, da gemäß den Empfehlungen…