Kramp-Karrenbauer hätten „viele Reaktionen des Bundesvorstandes erreicht, im Übrigen auch Anhänger von Friedrich Merz, die sich schon auch in ihrer Ehre gekränkt gefühlt haben, dass man ihnen so etwas unterstellt“, sagte die Noch-Vorsitzende RTL/ntv.

„Für meinen Geschmack gibt es zurzeit überhaupt viel zu viele Verschwörungstheorien, die in Deutschland unterwegs sind.“ Kramp-Karrenbauer „kenne niemanden“ in der Partei, der Merz mit aller Kraft verhindern wolle. Man habe in der CDU ein „offenes Kandidatenrennen“, das in den vergangenen Monaten „sehr fair“ gelaufen sei. „Da ist es wichtig, dass wir einen kühlen Kopf bewahren, und dass wir in der Partei beieinanderbleiben“, so die CDU-Vorsitzende.

Es sei „keinem leicht gefallen“, den Parteitag zu verschieben, sagte Kramp-Karrenbauer weiter. Allerdings sei diese Verschiebung, „verglichen mit der Existenzfrage vieler anderer Menschen, eine vergleichsweise überschaubare Frage, die man noch lösen kann.“ Vor allem sei es für Kramp-Karrenbauer „kein Entscheidungskriterium, welcher Kandidat sich welches Datum wünscht“.

Zur Frage, wann genau der Parteitag nun stattfinde, sagte Kramp-Karrenbauer: „Je schneller die Klarheit da ist, umso besser ist es. Vorzugsweise in einem Parteitag, an dem wir uns auch körperlich sehen.“ Bei einem digitalen Parteitag habe man möglicherweise keine „Rechtssicherheit“ für die Wahl des Vorstands. Die Briefwahl sei wiederum „das letzte Mittel“. 

Icon: Der Spiegel