von Malte Mansholt
24.10.2020, 18:26 Uhr

Mit einer Foxconn-Fabrik in Wisconsin wollte Donald Trump einst outgesourcte Jobs zurück in die Heimat holen. Doch das vermeintliche Wunderprojekt erweist sich als Millionengrab.

Der Anfang war – wie so oft bei Donald Trump – eine große Show. Gemeinsam hoben der US-Präsident, der Foxconn-Chef Terry Gou und Scott Walker, damals Gouverneur, im Juni 2018 den ersten Spatenstich aus. Das kleine Dorf Mount Pleasant sollte sich durch eine Megafabrik des Zulieferers Foxconn mitten in Wisconsin eine boomende Tech-Region verwandeln, so das Versprechen. Trump sprach vom „achten Weltwunder“. Doch davon ist zwei Jahre später wenig geblieben. 

Produziert wurde in der vorgeblichen Mega-Anlage wohl nur einmal etwas: Als Trump die Fabrik 2018 besuchte, ließ Foxconn dort einige Fernseher zusammenschrauben, das geht aus einem extrem ausführlicher Bericht des Tech-Portals „The Verge“ hervor. Doch kurze Zeit später wurde auch das eingestellt. Im Gespräch mit Dutzenden Mitarbeitern und Politikern arbeitet der Bericht ein Scheitern des Projektes heraus, dass in seinem gigantischen Ausmaß und seiner Absurdität schlicht atemberaubend ist.

Große Pläne

Die Pläne klangen hochtrabend. Eine riesige Fabrik sollte auf dem Gelände entstehen, gedacht für mehr als 13.000…