F-Secure
Finnisches Unternehmen will «Staatstrojaner» ausschalten

Chat auf einem Smartphone. Foto: Fabian Sommer/dpa

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Deutsche Geheimdienste sollen künftig auch in Messengern mitlesen dürfen. Eine finnische IT-Sicherheitsfirma will ein solches Ausspähen verhindern.

Der finnische Sicherheits-Spezialist F-Secure wird mit seiner Anti-Schadpogramm-Software aktiv nach dem deutschen Staatstrojaner suchen und ihn deaktivieren.

«Wir sind da nicht zur Kooperation mit dem Staat verpflichtet und werden das daher auch nicht tun», sagte F-Secure-Manager Rüdiger Trost. Damit würde F-Secure die Pläne der Bundesregierung durchkreuzen, die Geheimdienste künftig in die Lage zu versetzen, Kommunikation über WhatsApp und andere verschlüsselte Messenger-Dienste mitzulesen.

«Staatstrojaner bekommen von uns keinen Freifahrtschein», sagte Trost am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Jeder Trojaner sei aus Sicht seines Unternehmens eine Schadsoftware, die es zu bekämpfen gelte. «Daher schalten wir sie aus, wenn wir sie entdecken. Wir sind da nicht zur Kooperation mit dem Staat verpflichtet und werden das daher auch nicht tun.»

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