Südkaukasus
Feuerpause für Berg-Karabach hält nicht

Ein zerstörtes Haus in Stepanakert in der umkämpften Region Berg-Karabach. Foto: Uncredited/AP/dpa

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Eigentlich sollten die Waffen Ruhen im Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien. Aber in der Nacht gibt es nach Angaben beider Länder erneut Beschuss.

Im Konflikt um die Südkaukasus-Region Berg-Karabach ist die vereinbarte Feuerpause offenbar brüchig. Armenien und Aserbaidschan beschuldigten sich in der Nacht zum Sonntag gegenseitig, die Waffenruhe verletzt zu haben.

Zunächst hatte eine Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums erklärt, es habe Raketen- und Artilleriefeuer von gegnerischer Seite gegeben. Aserbaidschan habe zudem einen Angriff aus südlicher Richtung der Konfliktregion begonnen. Es gebe Opfer auf beiden Seiten.

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium wiederum warf Armenien später vor, «grob» gegen die Vereinbarung verstoßen zu haben. Demnach sollen die Stadt Jabrayil sowie mehrere zuvor von Aserbaidschan unter Kontrolle gebrachte Dörfer von armenischer Seite aus beschossen worden sein. Aserbaidschan habe darauf «Vergeltungsmaßnahmen ergriffen», hieß es.