Kämpfe halten an
Bombenterror in Afghanistan – Viele Tote und Verletzte

Ärzte behandeln einen Mann nach dem Anschlag in der Provinz Ghor. Foto: AP/dpa

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Die USA wollen ihre Truppen aus Afghanistan noch in diesem Jahr abziehen. Doch vor Ort ist von einer Befriedung keine Spur.

An einem blutigen Wochenende sind in Afghanistan wieder Dutzende Menschen Opfer von Kämpfen und Bombenterror geworden.

Alleine bei der Explosion einer Autobombe in der westlichen Provinzhauptstadt Ferus Kuh wurden nach Angaben der Provinzregierung mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Dabei wurden am Sonntag auch Wohnhäuser schwer beschädigt.

Kurz vor dem Anschlag in der Grenzregion zum Iran war der afghanische Chef des Versöhnungsrates, Abdullah Abdullah, nach Teheran gereist, um dort für die Unterstützung des afghanischen Friedensprozesses zu werben. Zuvor hatte der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad geklagt, Teheran wolle «die USA in einem nicht zu gewinnenden und teuren Krieg in Afghanistan» halten. Der frühere afghanische Geheimdienstchef Rahmatullah Nabil hatte dem schiitischen Iran unterstellt, enge Beziehungen zu den sunnitischen Taliban zu pflegen.