Ein seit mehr als zehn Jahren geltendes Waffenembargo der Vereinten Nationen (Uno) gegen Iran läuft ab Sonntag schrittweise aus. Das Land könne nun ohne rechtliche Einschränkungen und „auf der Grundlage seiner Verteidigungsbedürfnisse“ Waffen und Ausrüstung beziehen, verkündete das Außenministerium in Teheran.

„Mit dem heutigen Tag werden alle Beschränkungen des Waffenhandels, der damit verbundenen Aktivitäten sowie der Finanzdienstleistungen aus der und in die Islamische Republik Iran (…) automatisch aufgehoben“, teilte das Ministerium am Sonntag weiter mit.

Russland hatte im September angekündigt, nach dem Auslaufen des Embargos seine militärische Kooperation mit Teheran ausbauen zu wollen.

Das Embargo für den Verkauf konventioneller Waffen nach Iran ist seit 13 Jahren in Kraft. Die US-Regierung hatte zuletzt vergeblich auf dessen Verlängerung gedrängt. Eine entsprechende Resolution forderte, das bestehende Waffenembargo unbefristet zu verlängern. Dem Entwurf hatten im August jedoch nur zwei der 15 Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats zugestimmt. Eine Reihe von Ländern hatte ihn auch wegen der vorgesehenen unbegrenzten Dauer des Embargos abgelehnt. So hatten sich elf Staaten enthalten – darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Russland und China hatten dagegen gestimmt.

Das Embargo läuft nun gemäß dem internationalen Atomabkommen aus dem Jahr 2015 aus. Es gestattet Teheran eine friedliche Nutzung von Kernkraft, untersagt dem Land aber die Entwicklung von Atomwaffen.

Die USA waren 2018 einseitig aus dem Atomabkommen ausgetreten und haben seither zahlreiche eigene Sanktionen gegen das Land verhängt, die die iranische Wirtschaft stark belasten. Im Gegenzug hatte Iran die Erfüllung seiner Verpflichtungen aus dem Abkommen zurückgefahren.

Das iranische Außenministerium sprach nun in seiner Mitteilung zum Ende des Embargos von einem „bedeutsamen Tag für die internationale Gemeinschaft“. Die Welt habe „trotz der Bemühungen des…