Deutschlands Wäldern geht es seit Jahren schlecht – es regnet zu wenig. In diesem Jahr hat sich die Lage in vielen Regionen weiter verschlechtert. Für zahlreiche Waldbesitzer ist das auch ein finanzielles Desaster.

Der Zustand der deutschen Wälder hat sich in diesem Jahr weiter verschlechtert. «Die Situation in einem Großteil der Wälder in Deutschland ist nach wie vor katastrophal», sagt Larissa Schulz-Trieglaff, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Waldbesitzerverbände (AGDW) in Berlin.

«Das dritte Dürrejahr in Folge hat zu einem weiteren Absterben ganzer Waldflächen geführt, vor allem in Ländern wie Niedersachsen, NRW, Hessen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg.» Denn mit Ausnahme Bayerns südlich der Donau war auch dieser Sommer in den meisten Regionen Deutschlands trockener als üblich, wie die Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen. Die Trockenheit schwächt die Bäume und erhöht die Anfälligkeit für Baumkrankheiten. Sterben Bäume ab oder sind sie schwer geschädigt, zählen sie als sogenanntes Schadholz.

Ganz aktuelle bundesweite Daten gibt es nicht, doch ist die Lage in den großen Flächenländern repräsentativ: So rechnet der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf in diesem Jahr mit 16,2 Millionen Festmeter Schadholz, 400.000 Festmeter mehr als 2019. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter.

Und die «Schadfläche», die wiederaufgeforstet werden müsste, wird mit mehr als 32.000 Hektar…