Forschungsdurchbruch
Supraleitung gelingt schon bei Raumtemperatur

Der Meißner-Ochsenfeld-Effekt lässt den Magneten über dem Supraleiter schweben.

© Universität von Rochester / J. Adam Fenster / Commons

von Gernot Kramper
17.10.2020, 20:11 Uhr

Die Supraleitung gilt als „Heiliger Gral“ der Physik. Material ohne elektrischen Widerstand könnte zu einer Revolution der Elektronik führen. Bislang stellt sich er Effekt nur bei sehr geringen Temperaturen ein.

Neben dem Supermagneten gehört die Supraleitung zu den Elektronikthemen, die die größten Fantasien erzeugen. Was bedeutet Supraleitung eigentlich? Normalerweise hat jeder stromleitende Stoff einen Widerstand. Beim Durchleiten schluckt er Strom, das führt zu Leitungsverlusten. Und dieser Verlust wird in Wärme umgesetzt. Bei sehr tiefen Temperaturen beträgt der Widerstand allerdings null, das ist der Effekt der Supraleitung. Für verschiedene Anwendungen ist dieser Effekt auch heute schon wichtig. Nicht allein, um Strom zu sparen, häufig geht es darum, eine unerwünschte Hitze zu vermeiden.

Durch geschickte Wahl des Materials ist es nun gelungen, diesen Effekt auch bei Temperaturen zu nutzen, die weit höher liegen als der absolute Nullpunkt….