Ratingagentur
Moody’s senkt Großbritanniens Kreditwürdigkeit

Blick auf Wolkenkratzer im Zentrum von London. Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

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Der Brexit und die Corona-Krise schwächen die britische Wirtschaft erheblich. Das hat auch Folgen für die Kreditwürdigkeit des Landes.

Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Großbritanniens wegen des Brexits und der Corona-Krise um eine Stufe gesenkt. Moody’s bewerte die langfristigen Schulden des Vereinigten Königreichs nun mit der Note «Aa3» (zuvor «Aa2»), teilte die Ratingagentur mit.

Als Hauptgrund nannte die Agentur die nachlassende wirtschaftliche Stärke, seit sie die Bonitätsnote ab August 2017 geprüft habe. Die Finanzkraft des Staates habe abgenommen und die staatlichen Institutionen sowie die Führung seien in den vergangenen Jahren geschwächt worden, begründete Moody’s die Abstufung.

Großbritannien droht nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase in etwa zehn Wochen ein harter Bruch mit der Europäischen Union. Das würde zu Zöllen und anderen Handelshemmnissen führen. Die Aussichten, dass doch noch ein Handelspakt mit der EU zustande kommt, stehen schlecht. Viele Unternehmen rechnen mit hohen wirtschaftlichen Einbußen.