Eigentlich hätten die Verantwortlichen bei Hertha BSC an diesem Samstag glücklich sein können: 4.000 Zuschauer im Olympiastadion! Wie sehr hätte man sich andernorts gefreut, wenn man in Zeiten der Corona-Pandemie so viele Fans ins Stadion hätte lassen können? In aber Berlin gab es schon in der Halbzeitpause Pfiffe für das eigene Team und am Ende lange Gesichter. Manche waren auch ratlos. 

Dritte Niederlage in Serie

Hertha BSC rutscht mit der dritten Niederlage in Serie schon wieder in eine Krise und ist auf dem Weg in die Abstiegszone der Tabelle. Gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart kassierten Trainer Bruno Labbadia und seine Mannschaft eine 0:2 (0:1)-Heimniederlage. Wie mögliche Sieger sahen die Berliner allenfalls in den ersten Spielminuten aus. 

Jhon Cordoba (rechts) – an diesem Samstag zu oft nicht der Sieger im Duell

Der Aufsteiger Stuttgart war den Gastgebern nicht nur durch die Tore von Marc-Oliver Kempf (9. Minute) und Gonzalo Castro (68.) überlegen und kletterte mit sieben Punkten erstmal ins vordere Tabellendrittel. 

Eher unspritzig

Manche stellten sich an diesem Nachmittag in Berlin bereits die Frage, ob Coach Labbadia eigentlich der richtige Mann für diese Mannschaft ist. So wie die erst im Laufe der Woche von ihren Südamerika-Reisen zurückgekehrten und entsprechend müde wirkenden Jhon Córdoba (Kolumbien) und Matheus Cunha (Brasilien) wirkte das gesamte Team eher unspritzig. Dies wurde umso deutlicher, als die personell gebeutelten Stuttgarter ihre Probleme durch taktische Klugheit und Spieldisziplin im Gegensatz zur Hertha wettmachten.

Schlechte Nachricht: Peter Pekarik scheidet verletzt aus und dürfte eine Weile fehlen

Labbadia fluchte am Spielfeldrand, aber was half es? Seine Mannschaft wirkte fahrig. Zu langsam, zu ungefährlich, zu ideenlos. Schüsse Richtung Tor gab es erst nach einer halben Stunde, die gingen allerdings weit vorbei. Am brenzligsten wurde es bei einem missglückten Abwehrversuch von Stuttgarts Orel Mangala, der…