Fünf Minuten dauert Luigi Pantisanos Bewerbungsfilmchen. Man kann darin allerhand erfahren über den Mann, der in Konstanz an die Macht will.  

Dass er einst als Quartiersmanager in der Bodensee-Stadt arbeitete. Dass er davor mal in Tokio studiert hat. Dass er an der Uni Stuttgart Wissenschaftler war und derzeit im Gemeinderat der Landeshauptstadt sitzt – für ein Bündnis, das den Namen „SÖS“ trägt: Stuttgart Ökologisch Sozial. 

Ein nicht ganz unwesentliches Detail erwähnt Pantisano in dem Video aus dem Juni jedoch nicht: Dass er Mitglied bei den Linken ist – und seit 2017 einen großen Teil seiner Arbeitszeit im Wahlkreisbüro von Linksparteichef Bernd Riexinger verbringt.  

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Zum ersten Mal in ihrer Geschichte könnten die Linken im Westen Deutschlands einen Oberbürgermeister stellen. Am Sonntag ist Stichwahl in Konstanz. Bei der ersten Abstimmung am 27. September lag Pantisano mit 38,3 Prozent auf Rang eins – knapp vor Amtsinhaber Uli Burchardt. 

Ein linker Triumph ausgerechnet in Baden-Württemberg? Im konservativen Südwesten sind die Genossen landesweit nach wie vor Splitterpartei, im Konstanzer Gemeinderat stellen sie mit drei Sitzen neben der FDP die kleinste Fraktion. Stattdessen geben die Grünen als klar stärkste Kraft den Ton an. Dahinter folgt Burchardts CDU. 

Strahlendes Grün

Doch Pantisano hat ein Erfolgsrezept: Über seine eigene Partei redet er so wenig wie möglich. Vom Rot der Linken ist auf Wahlplakaten und Flyern wenig zu sehen. Alles ist in strahlendem Grün gehalten. Auf seiner Website…