Im Kampf um den CDU-Vorsitz haben sich die drei Bewerber am Samstagabend den Fragen der Parteijugend gestellt. Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen sind dazu von der Jungen Union (JU) nach Berlin eingeladen worden. Die Kandidaten präsentierten sich dort zunächst mit jeweils fünfminütigen Redebeiträgen, Mitglieder wurden per Videokonferenz zugeschaltet und durften Fragen stellen.

Die Bewerber versuchten dabei vor allem, auf langjährige Forderungen der Parteijugend zu antworten. So sprach sich Friedrich Merz für einen neuen Generationenvertrag aus. Das Land dürfe nicht länger auf Kosten der jungen Generation leben, sagte der frühere Unionsfraktionschef. Unter seiner Ägide würden keine Beschlüsse mehr gefasst werden, die die Kosten in die Zukunft verlegen und sie der jungen Generation aufbürden.

Deutschland müsse wirtschafts- und finanzpolitisch aus der Corona-Krise heraus kommen, und zwar nicht gegen, sondern mit ökologischen Neuerungen. Dazu strebe er eine Technologie- und Gründungsoffensive an. Das Land sei zu langsam und „zu träge geworden“, sagte Merz.

Röttgen will „weiblichere, jüngere, digitalere“ CDU

Der Außenpolitiker Norbert Röttgen sprach sich hingegen in erster Linie für eine Erneuerung der Partei aus. Die CDU müsse weiblicher, jünger, digitaler und interessanter werden, sagte Röttgen. Die Partei brauche zudem klimapolitische Glaubwürdigkeit.

Es werde in den Zwanzigerjahren weiter zu dramatischen Veränderungen kommen, die das Land erschütterten, sagte Röttgen und sprach von einem „Epochenbruch“. Deutschland sei aber nicht angemessen darauf vorbereitet. In der Corona-Pandemie seien auch die Schwächen Deutschlands sichtbar geworden, sagte Röttgen. Bei der Digitalisierung hänge Deutschland 10 bis 20 Jahre zurück. „WLAN an jeder Schule ist ein frommer Wunsch.“ Nötig sei ein Pakt mit dem Ziel, dass Deutschland bis 2025 bei der Digitalisierung aufholt.

Laschet: „Haben wir bereits umgesetzt“

NRW-Ministerpräsident Armin…