Schon lange vor Corona hat die in den USA lebende Schauspielerin Isabella Rosselini angefangen, Hollywoods Mythen tierisch durch den Kakao zu ziehen. Nun meldet sie sich zurück – mit einem neuen tierischen Projekt. Ihre „Sex & Consequences“-Shows finden meist auf dem Bauernhof statt und werden online gestreamt. Die DW hat mit der Schauspielerin und Filmemacherin gesprochen.

Deutsche Welle: Isabella Rossellini, Ihre Sendung heißt „Sex and Consequences“. Der Sex-Teil ist ziemlich klar. Aber was sind die Konsequenzen?

Isabella Rossellini: Nun, ich wette, der Sex-Teil ist für Sie auch nicht ganz klar, denn ich spreche auch von sich paarenden Zwittern, von Tieren, die sich ungeschlechtlich fortpflanzen.

Ich gebe Ihnen eine überraschende Antwort über die Folgen von Sex: Wenn Sie über mehrere Generationen besonders freundliche Individuen miteinander paaren, wird am Ende eine Spezies herauskommen, die zahmer ist und Flecken hat.

Denken Sie an Hunde, ihr Vorfahre ist der Wolf. Aber sobald der Wolf domestiziert war, bekamen die Hunde Flecken. Genau wie Kühe oder Ziegen. Und Katzen.

Es gibt also überraschende Konsequenzen, wenn sich freundlichere, kooperativere Individuen paaren. Ich wette, das wussten Sie nicht. Sie dachten nur: Die Folgen sind schwanger oder nicht schwanger. Auch das ist Thema.

Vor dem Ausbruch des Coronavirus war Isabella Rossellini mit verschiedenen Shows rund um den Globus unterwegs, in denen Themen aus dem Tierreich im Mittelpunkt standen.

Lassen Sie uns über ihre eigenen Tiere sprechen: Sie proben nun schon eine ganze Weile mit Ihren Hunden, Hühnern und ihren Schafen. Welches Ihrer Tiere ist das talentierteste?

Ich habe einen kleinen Zirkushund, mit dem ich in einer Show namens „Link Link Circus“ auf Tournee war. In all meinen Shows geht es um Tiere. Ich habe einen Master-Abschluss in Tierverhalten und -erhaltung, also mache ich komische Shows über Tiere, sei es ihre Fortpflanzung oder ihre Wahrnehmung, was Intelligenz, Balzen, Mutterschaft bedeutet…