Hope Hicks, Beraterin von Donald Trump:
„Vielen Dank euch allen. Und danke Ihnen, Präsident Trump.  Ich habe Lampenfieber. Also…“

Donald Trump, US-Präsident:
„Sie ist großartig. Sie wurde positiv getestet und sie hat sich so schnell erholt. Das nennt man jung, stark, oder? Jung, stark, sie war fantastisch. Danke, Hope, wir sind stolz auf dich.“

Es ist die Erzählung, die schon Trumps eigene Corona-Infektion begleitet hat: Mit Stärke und aus eigenem Antrieb sei das Virus zu besiegen.

Donald Trump, US-Präsident:
„Lassen Sie es nicht ihr Leben bestimmen. Haben Sie keine Angst davor. Sie werden es besiegen. Wir haben die besten Medikamente, das beste medizinische Equipment, alles gerade erst entwickelt.“

Allerdings haben nicht alle Infizierte das Glück, einen augenscheinlich vergleichsweise milden Verlauf zu erleben – und auf die medizinische Versorgung des Weißen Hauses zurückgreifen zu können. Mehr als 220.000 Menschen sind in den USA bereits an Covid-19 gestorben.

Hope Hicks, eine Beraterin Trumps, war kurz vor dem US-Präsidenten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei der 31-Jährigen lässt Trump einmal mehr die Annahme aufkommen, jüngere Menschen hätten nichts zu befürchten. Das Signal ist fatal. Über Spätfolgen des Virus ist noch wenig bekannt, und vor allem können auch jüngere Menschen das Virus weitertragen und die Pandemie vorantreiben.

Trump trat am Freitag gleich zweimal in Florida auf, in einem der sogenannten Swing States, in denen das Rennen eng ist und die die Wahl am 3. November entscheiden werden. Anschließend zog er weiter nach Georgia, sprach auch da vor vielen Anhängern. An beiden Orten hielten seine Fans keinen Abstand, viele trugen keine Masken. Und Präsident Trump kritisierte seinen Konkurrenten erneut scharf.

Donald Trump, US-Präsident:
„Der schläfrige Joe Biden ist die Verkörperung der korrupten politischen Klasse, die reich geworden ist, während sie unserem Land das Leben und die Seele ausgesaugt hat. Sperrt die Bidens ein. Sperrt…