DOSB-Studie
Coronapatient Sportdeutschland: Spitzenverbände fürchten finanziellen Kollaps

DOSB-Chef Alfons Hörmann sorgt sich um den deutschen Sport. Viele Spitzenverbände könnten aufgrund der Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten.

© Guido Kirchner / Picture Alliance

Der Deutsche Spitzensport kriecht auf dem Zahnfleisch. Corona bringt viele Verbände vor allem finanziell an ihre Schmerzgrenze. Und die Aussichten sind alles andere als rosig. DOSB-Chef Alfons Hörmann ist besorgt.

Es steht nicht gut um Sportdeutschland. Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr ist auch im Spitzensport nichts mehr wie es vorher war. Nationale Meisterschaften fielen ins Wasser, der Trainingsbetrieb eingeschränkt, die Ligen in den meisten Mannschaftssportarten mussten eine Zwangspause einlegen – und finden erst langsam wieder in ihren Rhythmus zurück. Von König Fußball einmal abgesehen. Doch die Fußballer repräsentieren nur einen von insgesamt 66 Spitzenverbänden. Und die hat Deloitte Deutschland in den ersten drei Wochen im September im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu ihrer finanziellen Lage, den durch Corona absehbaren Schaden und der Zukunft ihres Verbands befragt. Das Ergebnis: ernüchternd. Die Angst vor dem finanziellen Kollaps wird greifbarer. 

Kaum Rücklagen: Hörmann fürchtet noch größeren Schaden