Angespannte Lage in Kliniken
Pandemie im Polder: Niederlande vor der Katastrophe

An belebten Orten in Amsterdam ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Foto: sem Van Der Wal/ANP/dpa

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Die Niederlande sind besonders hart getroffen von der zweiten Corona-Welle. Regeln befolgen die Bürger kaum. Nun verhängte Premier Mark Rutte den «Teil-Lockdown». Es ist die letzte Warnung.

Das Coronavirus schlägt in der zweiten Welle hart zu in den Niederlanden, und die Bürger machen Party. Während die Abgeordneten in Den Haag am Mittwochabend über die düstere Realität debattierten, grölten, tranken und tanzten Hunderte in Partyzelten auf dem Platz vor dem Parlamentsgebäude.

Ähnliche Szenen wurden auch aus anderen Städten gemeldet. Wohl ein letzter Tanz, bevor Kneipen, Cafés und Restaurants für mindestens vier Wochen schließen mussten. Das Verhalten passt zu den Niederländern, die den Wert des Lebens gerne daran messen, wie «gezellig» es ist. Touristen wunderten sich bereits in den Sommermonaten darüber, wie locker es die Niederländer mit der Coronakrise nahmen. Kaum war der erste «intelligente Lockdown» am 1. Juni vorbei, ging das normale Leben wieder voll weiter. Keine Masken, keine Kontrollen, aber dichtes Gedränge in Geschäften und Kneipen. Super-Gezellig.