Handel, Truppen, Nord Stream 2
Welche Folgen hat der Ausgang der US-Wahl eigentlich für Deutschland?

Rückblende: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt im Jahr 2013 in Berlin den damaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden

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Unter „America First“-Präsident Donald Trump ist das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland dramatisch abgekühlt. Sein Herausforderer Joe Biden verspricht eine ganz andere Außenpolitik. Die Konflikte mit Deutschland wären damit aber nicht vom Tisch.

Die Reisen von US-Präsident Donald Trump sind ein Indikator dafür, wie es um das deutsch-amerikanische Verhältnis bestellt ist. Der Republikaner war zwar beim G-20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg, und Ende 2018 führte ihn ein Tankstopp auf die US-Basis in Ramstein. Mit der Tradition eines bilateralen Besuchs in Deutschland in der ersten Amtszeit hat Trump aber gebrochen – als erster US-Präsident seit mehr als 50 Jahren. Viele Hoffnungen in Deutschland richten sich nun auf einen Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Wahl am 3. November. Unter Biden dürfte zwar Tauwetter anbrechen. Gelöst wären die bilateralen Konflikte damit aber nicht.

„Der Tag, an dem Joe Biden zum Sieger erklärt wird, wird der Tag sein, an dem die Beziehungen beginnen werden, sich zu verbessern“, sagt der demokratische Ex-Kongressabgeordnete Michael Capuano. „Das bedeutet nicht, dass wir alle…