Alle 631 Entlassenen seien syrische Staatsbürger „ohne Blut an ihren Händen“, sagte der Sprecher des Syrischen Demokratischen Rates (SDC), Amdschad Osman, der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem hätten sie mindestens die Hälfte ihrer Strafe abgesessen.

Die Freigelassenen waren wegen ihrer Verbindungen zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) von den kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) im Nordosten Syriens inhaftiert worden.

Nur ein erster Schritt

Die Freilassungen aus den Gefangenenlagern bei Kamischli nahe der Grenze zur Türkei seien die ersten nach einem Amnestie-Abkommen mit arabischen Stämmen in Ostsyrien, sagte Osman. Weitere sollen folgen. Ausländer mit Verbindungen zum IS seien bisher nicht freigelassen worden.

Wiedersehen nach Haft im Alaya-Gefängnis

Syrische Kurden haben eine wichtige Rolle im Kampf gegen den IS im Bürgerkriegsland Syrien gespielt. Die von der Kurdenmiliz YPG dominierten SDF bewachen in mehr als zwei Dutzend in Nordsyrien eingerichteten Lagern Tausende IS-Gefangene, unter ihnen auch viele Ausländer und deren Familien.

Sie fordern die internationale Gemeinschaft seit Langem auf, eine Lösung für die gefangenen IS-Leute zu finden. Mehrere europäische Staaten haben es bisher jedoch abgelehnt, die IS-Anhänger zurückzuholen.

mak/AR (dpa, ape, afpe)