Frischluft
Von der Sehnsucht nach Schlapphüten – Spione in der Coronakrise

Spione haben es in der Corona-Zeit schwer. Viele Tätigkeiten gehen wegen Pandemie und den Maßnahmen nicht. 

© Jochen Tack/imageBROKER / Picture Alliance

von Michael Streck
16.10.2020, 17:44 Uhr

Spione haben in Großbritannien einen legendären Ruf, nicht nur James Bond, auch die echten. Nun hat der Geheimdienstchef über sein kriselndes Gewerbe in Zeiten von Corona ausgepackt. Und auch unseren Autoren Michael Streck beschleicht so etwas wie Mitleid.

Die Pandemie, wer wüsste das nicht außer Attila Hildmann und Herrn Wendler und anderen Verquerdenkern, schüttelt die Welt ziemlich durch. Jeder ist betroffen, die einen mehr (Hoteliers), die anderen weniger (Bestatter). Aber nun erreicht uns ausgerechnet aus dem Vereinigten Königreich die Kunde, dass es auch einen Berufsstand erwischt hat, dessen Primärtugend das Geheimnis ist: Spione.

Es muss schlimm stehen ums Spitzelgewerbe, wenn sich der Chef des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, Ken McCallum, aus der Deckung wagt und entgegen sonstiger Gepflogenheit der Öffentlichkeit sein Herz ausschüttet. Es ist nämlich so: Das vermaledeite Virus fegt die Straßen leer, McCallums Personal kann sich deshalb nicht mal mehr konspirativ…