Schweinehaltung in der Krise
Schweinepest setzt Bauern unter Druck

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland bislang nur in Brandenburg nachgewiesen worden. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

© dpa-infocom GmbH

Trübe Stimmung in der Landwirtschaft: Neben der Trockenheit im Frühjahr machte den Bauern in diesem Jahr vor allem die Afrikanische Schweinepest Sorgen. Agrarministerin Klöckner will sich zu dem Thema mit ihren Amtskollegen in Polen und Tschechien abstimmen.

Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, zu wenig Schlachtungen und fallende Fleischpreise bringen viele Schweinehalter in Deutschland zunehmend in Bedrängnis.

«Die Schweinehaltung befindet sich gerade in der größten Krise seit Jahrzehnten», sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Freitag bei einer Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes in Erfurt. Der 59-Jährige wurde bei dem Treffen mit 467 Delegierten als Präsident des Verbandes wiedergewählt. Rukwied erhielt 81,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Enthaltungen werden nach der Satzung des Bauernverbandes wie nicht abgegebene Stimmen gewertet.

Rukwied nannte unter anderem Ausfälle bei Schlachtungen wegen der Corona-Pandemie und die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest als Gründe für die…